Durch spezielle Weiterbildungsmaß- nahmen wie dem Castillo Morales Konzept (s.a. INFOS), der Kom- plexität therapeutischer Maßnahmen zur sprachlichen Entwicklung bei Mehrfachgeschädigten nach Beatrix Padovan oder der Kindertherapie nach Bobath, werden die Mitarbeiter für die Behandlungen mehrfachbehinderter Patienten spezialisiert.

Voraussetzung für den Spracherwerb ist das Zusammenspiel von Gehen, Sprechen und Denken.
Das Sprechen ist ein Kommunikations- mittel, das im Vorgang der Orientierung des Gehens, seinen Ursprung hat. Das Denken ist ein geistiger Vorgang, der sich aus der Sprache heraus entwickelt.

Ursachen der verzögerten Sprach- und Sprechentwicklung können sehr unter- schiedlich sein, wie Mangel an verbaler Anregung, familiärer Sprachschwäche- typus, frühkindliche Hirnschädigung, geistige Entwicklungsstörungen, Stoff- wechselstörungen, Hörstörungen, Sehfeh- ler u.s.w. Leistungsbreite und Belastungs- kapazität sind bei mehrfachgeschädigten fast immer eingeschränkt oder aufgehoben. Bei Kindern ohne Sprache sind erhebliche Störungen im orofacialen Bereich festzu- stellen. Deutliche Anzeichen hierfür sind:
Mangelnder Mundschluß, falsche Zungen- lage, schlaffe Gesichts-und Kaumuskulatur oder Zahn- und Kieferanomalien.